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Belgien GP: Auf fahrerische Klasse kommt es an (27.08.2011)

Der Circuit de Spa-Francorchamps zählt für die meisten Fahrer zu den Lieblingsstrecken. Kein Wunder: Der malerisch in den Ardennen gelegene Kurs ist nicht nur der längste im aktuellen Rennkalender sondern auch einer der forderndsten.

Hier stehen vor allem die Fahrer und ihr individuelles Können im Mittelpunkt, denn die sehr anspruchsvolle Strecke mit schnellen Kurven und deutlichen Höhenunterschieden setzt der Technik Grenzen. Vor allem dann, wenn der berühmt-berüchtigte Ardennen-Regen einsetzt, was in den nächsten Tagen als sehr wahrscheinlich gilt. Dann nämlich kann es passieren, dass ein Teil der Strecke trocken und sogar sonnig ist, während ein anderer Teil praktisch unter Wasser steht.

Eine gefährliche Kombination mit der Eau Rouge, einer Kurve in einer Senke nach der Start-/Zielgeraden, die mit 300 km/h angefahren wird. Nicht minder nervenaufreibend ist die Blanchimont, eine ebenfalls sehr schnelle Kurve, in der man mangels Auslaufzonen besser nicht abfliegt. Für Dramatik ist in Spa also in jedem Fall gesorgt.

Für das erste Rennen nach der Sommerpause ist es nicht ganz so einfach einzuschätzen, in welcher Form die einzelnen Fahrer sind und was die Teams ggfs. verändert haben. Sicher ist jedoch, dass insbesondere die McLaren und Ferrari in den letzten Rennen deutlich an Boden gut machen konnten.

Für die Red Bulls ist es damit nicht unbedingt einfacher geworden, ihren immer noch großen Vorsprung vor der Konkurrenz weiter auszubauen. Das spiegelt sich auch in den Quoten wider. Zwar gilt Weltmeister Sebastian Vettel auch weiterhin als Favorit, Teamkollege Webber jedoch liegt im Hinblick auf die Quoten deutlich hinter ihm und der Konkurrenz - obwohl er im zweiten Freitagstraining Bestzeit fuhr. Aufmerksame Formel 1-Fans wissen jedoch: In den wenigsten Fällen waren die Ergebnisse aus den freien Trainings in dieser Saison relevant für die tatsächlichen Platzierungen zum Start und auf dem Treppchen. 

Da es in Spa besonders auf das fahrerische Können ankommt und der amtierende Weltmeister mutmaßlich der beste Fahrer des Feldes ist, wundert es kaum, dass Vettels bei den Buchmachern als Favorit sowohl für die Pole (2.20 bwin/2.88 betfair) als auch für das Rennen (3.00 bwin/3.8 betfair) gehandelt wird. Als heiße Favoriten gelten aber auch McLaren-Pilot Hamilton und Ferrari-Pilot Alonso - sie konnten in den letzten Rennen deutlich aufholen und beweisen, dass die Red Bulls durchaus zu schlagen sind.

Wer von beiden die besseren Chancen hat, ist derzeit schwer zu sagen, weil das Training von heftigen Regenfällen unterbrochen wurde, sodass kaum Rückschlüsse auf die individuelle Form gezogen werden können. Die Buchmacher sehen Hamilton im Qualifying vorn, seine Quote liegt bei 3.50 (bwin) bzw. 4.6 (betfair). Im Gegensatz dazu liegt die Quote für die Pole bei Alonso bei 6.50 (bwin) bzw. 8 (betfair). Ebenfalls gute Chancen auf die beste Startposition räumen die Buchmacher Vettels Teamkollege Mark Webber ein, der zumindest im zweiten freien Training Bestzeit einfahren konnte.

Das eigentliche Rennergebnis ist derzeit relativ offen und auch stark vom Wetter abhängig. Entsprechend nah beieinander liegen die Siegquoten für Vettel (3.00 bwin/3.8 betfair), Hamilton (3.75 bwin/3.85 betfair) und Alonso (3.75 bwin/5 betfair). Red Bull Pilot Webber ist aber immer für eine Überraschung gut und wartet mit deutlich attraktiveren Quoten (8.00 bwin/9.2 betfair) für einen Rennsieg auf. Rechnen sollten Wettfreunde auch mit Massa und Button.

Vor allem Ferrari-Pilot Massa könnte in Qualifikation und Rennen überraschen, wenn die Strecke nass ist. Seine Quote für einen Rennsieg liegt bei 36 (bwin) bzw. 44 (betfair) - hier könnte sich eine Wette mit geringem Einsatz lohnen.